
nom nom
nom nom von Xin Liu untersucht Leben und Intelligenz nicht als Eigenschaften einzelner Wesen, sondern als Zustände, die überall dort entstehen, wo Materie interagiert.
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Die Arbeit ist eine navigierbare Simulation aus Millionen Partikeln, die miteinander interagieren und eine Welt im ständigen Wandel bilden. Dabei untersucht die Künstlerin, wie Intelligenz auf alle vorhandene Materie verteilt sein kann und sich dadurch fortlaufend verändert. Keines der Partikel in nom nom kennt die Welt als Ganzes. Jedes ändert seinen Zustand ausschließlich auf der Grundlage von Interaktionen mit seinen unmittelbaren Nachbarn. Durch diese Begegnungen wachsen Strukturen, zerfallen oder bilden sich neu und es entstehen landschaftsähnliche Strukturen, die wir als Zuschauende beobachten können.
Die Simulation basiert auf neuronalen Zellularautomaten (NCA). Dabei handelt es sich um kleine neuronale Netzwerke, die die Fähigkeit biologischer Zellen zur Selbstorganisation reproduzieren. nom nom markiert den Beginn der Auseinandersetzung der Künstlerin mit simulierten Lebenssystemen, auch genannt. Dieses Forschungsgebiet untersucht, wie sich Eigenschaften des Lebens mithilfe von Computersimulationen nachbilden und erforschen lassen.
nom nom entstand 2025-2026 während einer sechsmonatigen Artist-Residency in Zusammenarbeit mit dem Google Arts & Culture Lab. In diesem Rahmen beauftragte LAS die zwei Künstlerinnen Eunjo Lee und Xin Liu mit neuen Werken, die sich mit der Simulation lebender Systeme auseinandersetzen und die Grenzen zwischen natürlichen und digitalen Welten hinterfragen. Neben der kontinuierlichen Begleitung des kuratorischen Teams von LAS ermöglichte die Residency den Künstlerinnen ingenieurtechnische Unterstützung und den Zugang zu KI-Tools durch das Google Arts & Culture Lab. Ausgehend von intensiven Forschungs- und Experimentierprozessen untersuchten beide Künstlerinnen auf fantasievolle Weise manche der Technologien, die unsere Lebenswelten zunehmend prägen. Hier geht es zu Eunjo Lees Arbeit In Your Eyes, Before My Own.
Wirf hier einen Blick hinter die Kulissen der LAS Online Artist Residency auf Google Arts & Culture.
„Mit nom nom möchte ich eine Vorstellung von Intelligenz erforschen, die sich nicht auf ein einziges massives Modell konzentriert, sondern über Millionen winziger neuronaler Netzwerke verteilt ist, die nur auf ihre Umgebung reagieren.”
– Xin Liu

Xin Liu
Xin Liu ist eine in London lebende Künstlerin und Ingenieurin, die sich mit der Transformation, Zirkulation und dem Abbau von Materie in technologischen und planetarischen Systemen beschäftigt. Liu war in Forschungs- und künstlerischen Positionen am SETI-Institut, am MIT Media Lab und bei Cornell Tech tätig. Zur Zeit hat sie die strategische sowie künstlerische Leitung bei dem neuen wissenschaftlichen Forschungsinstitut Episteme inne. Liu erhielt Aufträge für neue Arbeiten von Hyundai Artlab, der BMW Culture Group, dem M+ Museum in Hongkong, Google Arts & Culture und Ars Electronica in Linz und stellte auf der Shanghai Biennale, der Thailand Biennale, im MoMA PS1 in New York, im MAXXI in Rom und beim Sundance Film Festival in Colorado aus. Zu ihren Auszeichnungen zählen unter anderem der Henry Moore Foundation Artist Award, der K11 Artist Prize und die Aufnahme in die Forbes-Liste 30 Under 30 Asia. Zu ihren aktuellen Projekten gehören eine Einzelausstellung in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin sowie die Teilnahme an The Aural Sea, der Gruppenausstellung des usbekischen Nationalpavillons auf der 61. Kunstbiennale in Venedig.
In Zusammenarbeit mit
Credits
Xin Liu, nom nom, 2026
Ursprünglich im Auftrag der LAS Art Foundation in Zusammenarbeit mit dem Google Arts and Culture Lab in Auftrag gegeben und im Rahmen einer LAS Online-Artist-Residenz 2025–2026 entwickelt
LAS Art Foundation
Google Arts and Culture Lab



