Sensing Quantum
Ein Programm aus Installationen und Veranstaltungen, das neueste Quantentechnologien erfahrbar macht.
Quantum physics revealed over a century ago that, at the smallest scales, matter behaves in ways that challenge our everyday understanding of reality. Particles can exist in multiple states at once, become entangled across distances, or even tunnel through energy barriers. Today, these principles are giving rise to a new generation of quantum technologies that could fundamentally reshape our world.
LAS’s Sensing Quantum programme brings together artists, scientists, thinkers and the public to explore the possibilities and implications of these technologies. Through newly commissioned installations, talks, performances and an ongoing learning programme, the initiative creates opportunities for audiences to encounter quantum systems beyond the laboratory, fostering reflection on their potential impact on society, perception and the ways we think about technology at large.
The Sensing Quantum Programme was awarded the 2025 S+T+ARTS Grand Prize – Innovative Collaboration by the European Commission, recognising its approach to fostering dialogue between artistic research, scientific innovation and public discourse.
Sensing Quantum: A Framework
Sensing Quantum – der Titel des Programms – verweist auf drei miteinander verbundene Bedeutungen.
Quantum sensing
Als eine der ersten praktischen Anwendungen von Quantentechnologien wird Quantensensorik bereits heute eingesetzt, um Phänomene wie Zeit, Gravitation und Magnetfelder mit bislang unerreichter Präzision zu messen.
Ein Moment des Entstehens
Wir leben in einer Zeit rasanten technologischen Wandels, an dem Quantensysteme in den nächsten Jahren zunehmend Anteil haben werden. Ein gemeinsames Wahrnehmen (Sensing) oder Beobachten dieses Wandels kann uns dazu anregen, zu reflektieren, wie wir diese Entwicklungen mitgestalten können.
Künstlerische Praxis
Der Titel betont die Fähigkeit von Künstler:innen, Begegnungen mit komplexen Technologien zu gestalten, die es dem Publikum ermöglichen, abstrakte Systeme sensorisch zu erfahren, und gleichzeitig zur Reflexion über deren gesellschaftliche oder sogar emotionale Dimensionen anregen.
Über Kollaborationen, Lernprozesse und die Rolle von Forschung und Entwicklung
Kollaborationen
Mit unserem Fokus auf die Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und neuen Technologien steht Kollaboration im Zentrum jedes LAS-Programms. Für die Entwicklung interdisziplinärer Projekte bringen wir führende Expert:innen zusammen, deren Einblicke in aktuelle technologische Entwicklungen unsere Initiativen bereichern und mitgestalten.
Im Rahmen der beiden großformatigen Auftragsarbeiten und des Sensing Quantum-Symposiums haben wir mit Forscher:innen und Praktiker:innen zusammengearbeitet, die das Feld der Quantenforschung heute aktiv mitgestalten. Wir sind dankbar für die bereichernden Gespräche und Beiträge von Institutionen wie Google Quantum AI, dem Forschungszentrum Jülich, der ETH Zürich, Pasqal sowie den Universitäten Oxford, Edinburgh, Berlin, Paris und Neapel.
Lernen
Gemeinsames Lernen eröffnet die Möglichkeit, neue Technologien auf zugängliche Weise zu erfahren. Im Rahmen des Sensing Quantum-Programms laden wir dazu auf unterschiedliche Weise ein: zu Impulsgesprächen mit Forscher:innen, die die Phänomene greifbar machen, in Workshops für Familien oder in sensorischen, niedrigschwelligen Aktivitäten. Im Rahmen beider künstlerischer Auftragsarbeiten haben wir gemeinsam mit Tactical Tech interdisziplinäre Lernmaterialien für Schüler:innen entwickelt, die nicht nur Einblicke in neue Quantentechnologien geben, sondern auch Raum schaffen, kritisch über die eigene technologische Zukunft nachzudenken.
Eine Auswahl der entstandenen Materialien finden sich weiter unten im Bereich Ressourcen.
Forschung und Entwicklung (FuE)
Als Institution, die künstlerische Praktiken im technologischen Zeitalter fördert, spielt Forschung und Entwicklung (FuE) – also die Erprobung und prototypische Umsetzung von Ideen – eine zentrale Rolle in unserer Arbeit. Wir sind überzeugt, dass Künstler:innen Impulsgeber:innen für Veränderungen und Innovationen sein können, wobei FuE-Projekte als wichtige Inkubatoren dienen.
Im Kontext neuer Quantentechnologien zeigt FuE, dass Quantensysteme grundsätzlich neue ästhetische und konzeptuelle Werkzeuge bieten, die alternative Methoden, Sprachen und Herangehensweisen in der künstlerischen Praxis erfordern. Ihre technische Komplexität und begrenzte Zugänglichkeit machen direktes Erproben, Übersetzungsprozesse und Kollaboration für Künstler:innen unverzichtbar, um über metaphorische Interpretationsansätze hinausgehen zu können. Mit der Weiterentwicklung des technologischen Feldes kann künstlerische Forschung dazu beitragen, komplexe Konzepte zu interpretieren, kritische Diskurse zu fördern und die Art und Weise zu erweitern, wie diese Technologien imaginiert und erfahren werden.
Resources
This section invites you to explore some of the materials gathered during the Sensing Quantum programme. It is an evolving resource that will continue to grow and be updated over time.
Lesen
Why Technology Needs Artists: 40 International Perspectives, im Juli 2025 vom British Council herausgegeben, bringt 40 Statements von 56 international führenden Expert:innen aus Kunst, Technologie und Kultur zusammen. Die Publikation betont die zentrale Rolle von Künstler:innen bei der Gestaltung und kulturellen Verankerung neuer Technologien. Unseren Beitrag findest du ab Seite 32 [hier].
Sehen
In diesem Abschnitt kannst du Videos aus verschiedenen Teilen unseres Programms entdecken – von tiefgehenden Interviews mit Kollaborateur:innen, die in unseren Learning Spaces zu sehen waren, über Impulsvorträge, die im Rahmen von Laure Prouvosts WE FELT A STAR DYING gehalten wurden, bis hin zu Aufzeichnungen des Gesprächsprogramms The Radical Outside: Conversations on Liminals, Teil von Pierre Huyghes’ Auftragsarbeit in der Halle am Berghain.
The Impulses were a series of quantum conversations with researchers and practitioners, inviting audiences to explore Laure Prouvost: WE FELT A STAR DYING through the lens of specific areas of inquiry, such as quantum physics and Eastern philosophies, policy-making around emerging quantum technologies and the creative applications of quantum computing.
Tommaso Calarco, a leading quantum physicist and initiator of the Quantum Manifesto, reflects on recent developments in quantum research. The discussion connects the fundamental principles of quantum mechanics with political developments at the European level.
Günseli Yalçınkaya, an independent writer, researcher and internet folklorist based in London, explores the philosophical foundations of quantum theory and the myths around quantum technologies.





